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Kanu-Slalom: Kampf um die Olympia-Tickets hat begonnen

Mit der Qualifikation für das Nationalteam fiel am Samstag und Sonntag in der Vienna Watersports Arena powered by WIEN ENERGIE der offizielle Startschuss für die Kanu-Slalom Wettkampfsaison 2019.In einem neuen Modus kämpfen die Athleten des Österreichischen Kanuverbandes bereits ein Jahr vor den Olympischen Spielen um die heiß begehrten Tickets für Tokio 2020. Nur 1 Boot pro Disziplin kann sich qualifizieren und das ausgewiesene Ziel des Verbandes sind insgesamt 3 Quotenplätze für Olympia.

Jeweils einer bei den Damen und Herren im Kajak-Einer (K1) und einer im Canadier-Einer (C1) der Damen. Welche Athleten zu den Spielen entsendet werden, entscheidet sich nach einem internen Punktesystem bei den heurigen Europa- und Weltmeisterschaften.

Als klare Angelegenheit erwies sich die Qualifikation für die Routiniers. Im Kajak-Einer (K1) der Damen behaupteten sich erwartungsgemäß Corinna Kuhnle und Viktoria Wolffhardt. Heiß umkämpft war allerdings der dritte Startplatz bei den Damen, den sich nach 4 Rennen die junge Kärntnerin Nina Weratschnig sichern konnte. Bei den K1-Herren werden wie auch schon im Vorjahr Mario Leitner, Felix Oschmautz und Matthias Weger bei der EM, den 5 Weltcups und der WM an den Start gehen. Im Canadier-Einer (C1) der Damen werden Nadine Weratschnig und Viktoria Wolffhardt, die als einzige Athletin in zwei Disziplinen startet, um ein Olympia-Ticket kämpfen.

Neu im Nachwuchs-Nationalteam für die Junioren Welt- und Europameistershaften sind im Kajak-Einer (K1) der Niederösterreicher Pauli Preis und der Kärntern Lucas Aixner. Im Canadier-Einer (C1) der Herren schaffte Timo Haslmaier - ebenfalls aus Kärnten - den Sprung ins Team.

Direkt im Anschluss an die heutige Qualifikation ist das Nationalteam zu einem Trainingslager nach Pau (Frankreich) aufgebrochen, wo mit der Europameisterschaft vom 30.05. – 02.06.2019 das erste Saisonhighlight über die Bühne geht. Gemeinsam mit der Weltmeisterschaft vom 24. – 29.09.2019 im spanischen La Seu D’urgell zählt die EM bereits zur internen Olympia-Qualifikation. Über ein Punktesystem wird ermittelt, welche Athleten die Quotenplätze, die bei der WM vergeben werden, für Österreich in Anspruch nehmen werden. „Unser Ziel sind 3 Quotenplätze für Olympia 2020. Wir haben ein extrem starkes Team mit einer hohen Leistungsdichte, somit wird der interne Kampf um die Tickets extrem spannend“, so Cheftrainer Helmut Oblinger, der als aktiver Athlet bei 5 Olympischen Spielen am Start war.

War es für die vergangenen Olympischen Spiele erst relativ spät klar, welche Athleten entsendet werden, sorgt der neue Qualifikationsmodus bereits im vorolympischen Jahr für Gewissheit. „Vom Trainings- und Formaufbau hat es große Vorteile, wenn man bereits 10 Monate vor den Spielen gezielt darauf hintrainieren kann und nicht mehr die Qualifikation im Hinterkopf haben muss. Wir werden bis zu den Spielen 60 – 80 Trainingstage in Tokio absolvieren und können somit auch fokussierter arbeiten und die budgetären Mittel effizienter einsetzen,“ erklärt Oblinger die Vorteile des neuen Modus.

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