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Kanu-Slalom: Kuhnle gewinnt Weltcup in Bratislava

Corinna Kuhnle holte sich beim zweiten Weltcup in Bratislava/SVK die Goldmedaille. Die Niederösterreicherin gewann den Kajak-Einer Bewerb der Damen mit einem Vorsprung von +0,94 Sekunden auf Luuka Jones aus Neuseeland und die Deutsche Ricarda Funk. Viktoria Wolffhardt, die sich mit einem makellosen Lauf ebenfalls für das Finale qualifizieren konnte, belegte am Ende Rang 9.

Kuhnle bezwang den 250 Meter langen Kurs im slowakischen Čunovo Water Sports Centre, wo sie sich 2011 zum zweiten Mal zur Weltmeisterin krönte, auch am heutigen Tag am schnellsten. Trotz einer Torberührung bei Tor 10, paddelte die Niederösterreicherin in einer Traumzeit von 99,71 Sekunden zu ihrem dritten Weltcup-Sieg und unterstrich mit dem Erfolg einmal mehr, dass immer mit ihr zu rechnen ist. „Ich habe schon einen Grant aus den letzten beiden Rennen mitgenommen und war umso motivierter es diese Woche besser zu machen. Schon bei den Quali-Läufen und auch heute bin ich wieder so am Start gestanden, wie ich das gerne hätte. Das Semifinale war schon super, da ich aggressiv fahren konnte und trotzdem sicher unterwegs war. Dass mir im Finale ein ähnlich guter Lauf gelingt, war schon gut und gibt mir Selbstvertrauen für die kommenden Rennen“, so die glückliche Siegerin, die Bratislava als ihre zweite Heimstrecke bezeichnet.

Auch Headcoach Helmut Oblinger war sehr zufrieden mit den Leistungen seiner beiden Athletinnen. „Heute ist der Tag ziemlich positiv verlaufen. Das Semifinale war schon gut und sehr souverän mit Platz 2 und Platz 3. Bei Viki (Anm.: Wolffhardt) war es schade, dass sie oben gleich einen Fehler gemacht hat, dann wird es natürlich schwer. Das Conni (Anm.: Kuhnle) es drauf hat, war uns am Beginn der Saison schon klar. Ihre Leistungen im Training waren immer um einiges besser, als in den Rennen. Ich hoffe, dass ihr der Knopf aufgegangen ist und es so gut weiterläuft“, freute sich Oblinger.

Durch den Sieg in Bratislava ist Kuhnle wieder im Rennen um den Gesamtweltcup. Diesen führt aktuell Ricarda Funk (GER) mit 102 Punkten an. Mit jeweils 92 Punkten auf Rang 2 und 3 liegen Jessica Fox (AUS) und Corinna Kuhnle.

Für Wolffhardt ist das Finale nicht nach Wunsch verlaufen. „Ich bin mit meinem Finallauf nicht zufrieden. Im oberen Abschnitt habe ich einen großen Fehler gemacht und dadurch musste ich viel Risiko nehmen. Leider ist es nicht aufgegangen“, so die enttäuschte Niederösterreicherin, die aufgrund eines Torfehlers 50 Strafsekunden erhalten hat und mit einem Rückstand von +57,21 Sekunden am Ende Platz 9 belegte.  

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