(c) Rebekka Anton

Kanu Slalom: Letzter Wettkampftag der EM ohne Podestplatz für

Die letzten Rennen der diesjährigen Europameisterschaft im Kanu Slalom sind geschlagen. Die Athletinnen und Athleten des Österreichischen Kanuverbandes konnten im Canadier-Einer (C1) der Damen und im Kajak-Einer (K1) der Herren jedoch keinen Podestplatz mehr erreichen. Beste Österreicherin im C1 wurde die Kärntnerin Nadine Weratschnig mit dem 7. Platz. Viktoria Wollfhardt verpasste das Finale und schied als 19. im Semifinale aus. Den Sieg im C1 holte sich die Britin Mallory Franklin vor Nuria Vilarrubla aus Spanien und Kimberley Woods, ebenfalls aus Großbritannien. Im K1 der Herren qualifizierte sich Felix Oschmautz als einziger Österreicher und Halbfinal-Zweiter für den Finallauf. Aufgrund von 4 Torfehlern landete der Kärtner am Ende jedoch nur auf Rang 15. Europameister wurde der Gesamtweltcupsieger aus 2017 Vit Prindis aus Tschechien vor dem Polen Dariusz Popiela und Quentin Burgi aus Frankreich.

Der letzte Wettkampftag der Kanu-Slalom Europameisterschaften in Pau/Frankreich startete heute Vormittag mit den Semifinalläufen im Canadier-Einer (C1) der Damen. Nach ihrem gestrigen 7. Platz im K1-Halbfinale verpasste Viktoria Wolffhardt heute den Einzug in die Top Ten und schied mit +58,52 Sekunden Rückstand und 54 Strafsekunden auf Rang 19 aus. „Der Lauf hat gut begonnen aber leider ist mir ein Fehler unterlaufen und ich habe ein Tor berührt. Nach dem Rennen habe ich dann auch noch fragliche 50 Strafsekunden erhalten, die man diskutieren könnte. Man muss aber sagen, dass es einfach kein schöner und solider Lauf heute von mir war“, so die enttäuschte Niederösterreicherin.

Teamkollegin Nadine Weratschnig erwischte hingegen einen besseren Semifinallauf und landete trotz drei Torberührungen und +7,22 Sekunden Rückstand auf die führende Tschechin Tereza Fiserova auf Rang 7. Im Finale konnte die junge Kärntnerin, die 2017 die Bronzemedaille gewonnen hatte, ihren guten Semifinallauf leider nicht wiederholen. 2 Torberührungen und ein Rückstand von +31,79 Sekunden bedeutet am Ende den 7. Rang. „Ich ärgere mich natürlich über meine beiden Patzer im Finale, denn mit meiner Semifinalzeit wäre eine Medaille drin gewesen. Der Start ins Rennen ist mir sehr gut gelungen und ich war bei der ersten Zwischenzeit sogar vorne. Leider bin ich dann an Tor 12 vorbeigefahren und musste die Passage nochmal fahren, was natürlich sehr viel Zeit gekostet hat. Im letzten Abschnitt ist mir bei einem Aufwärtstor dann ein ähnlicher Fehler nochmal unterlaufen wie bei Tor 12. Bis auf die beiden Fehler war ich mit dem Rennen und dem Speed aber zufrieden, darauf kann ich die Saison aufbauen“, so Weratschnig.

Gold holte sich die 24-jährige Weltmeisterin aus 2017 Mallory Franklin. Die Britin schnappte sich den EM Titel in einer Zeit von 109,95 und 0 Strafsekunden vor der Spanierin Nuria Vilarrubla. Bronze, mit einem Rückstand von bereits +15,44 Sekunden und Gesamtlaufzeit von 120,15 Sekunden, ging an Franklins Teamkollegin Kimberley Woods.

Neben den Canadier-Bewerben der Damen, standen heuten ebenfalls die Medaillenentscheidungen im Kajak-Einer der Herren am Wettkampfprogramm. Felix Oschmautz zog sensationell als Halbfinal-Zweiter mit nur 1,24 Sekunden Rückstand auf den Polen Dariusz Popiela souverän in den Endlauf der Top 15 ein. Sein Teamkollege Mario Leitner schied als 27. mit einem Rückstand von +11,51 Sekunden im Semifinale aus. „Felix ist ein super Halbfinale gefahren aber leider konnte er zum dritten Mal in Folge seine Leistung vom Semifinale im Finale nicht mehr zeigen“, analysierte Oblinger das Rennen seines Athleten. Oschmautz kassierte 4 x 50  Strafsekunden und beendete das Finale mit einem Rückstand von +194,54 Sekunden auf dem 15. Platz. Den Titel holte sich der Tscheche Vit Prindis +0,77 Sekunden vor dem Polen Dariusz Popiela und Quentin Burgi aus Frankreich. 

„3 Finalteilnahmen haben wir uns vorgenommen, aber natürlich etwas mehr erhofft. Leider ist es nichts mit der Einzelmedaille geworden, aber jetzt heißt es nach vorne blicken und an den Schwachstellen arbeiten. Der Saisonhöhepunkt mit der WM steht ja noch an“, resümiert Cheftrainer Oblinger.

Maschkan & Kux Sports Consulting GmbH